Prof. Dr. Petra Gierthmühlen
Vollkeramische Werkstoffe haben in den letzten Jahren einen Paradigmenwechsel in der restaurativen Zahnmedizin ausgelöst und gewinnen zunehmend an Bedeutung im zahnärztlichen Alltag. Die rasante Weiterentwicklung der vollkeramischen Werkstoffe, aber auch die Innovationen im Bereich der digitalen Technologien haben metallfreie prothetische Versorgungskonzepte im Bereich der Kronen und Brückenprothetik ermöglicht. In diesem Kurs werden die Kernaussagen der aktuellen S3-Leitline „Vollkeramische Kronen und Brücken“ zusammengefasst und ein Überblick über eine Auswahl von vollkeramischen Materialien gegeben.
Prof. Dr. Cornelia Frese
Im Rahmen des Vortrags werden verschiedene Strategien zur Lösung alltäglicher klinischer Probleme wie Trockenlegung, Blutungskontrolle, Approximalkontaktgestaltung et cetera bei der restaurativen Versorgung tief subgingivaler Defekte vorgestellt. Anhand der zweiphasigen R2-Technik wird schrittweise das praktische Vorgehen veranschaulicht. Es werden Lösungsansätze gezeigt und Tipps zum Management tief subgingivaler Defekte gezeigt sowie die Evidenzlage betrachtet.
Prof. Dr. Anton Friedmann
Die aktuelle Klassifikation der Parodontitis dient als Basis der neuen BEMA-Leistungsabrechnung in der Parodontologie. Die Leitlinien der EFP sind ebenfalls an der Einteilung der Stadien und Grade der Erkrankung ausgerichtet. Die Inhalte des Kurses greifen die Leitlinien auf und zeigen Behandlungsoptionen, die für die erfolgreiche Therapie der Parondontitis umsetzbar sind, sowie für eine langfristige Prognosesicherung im Einklang mit den Leitlinien und den Abrechnungsmodalitäten stehen.
Prof. Dr. Jürgen Manhart
Keramikveneers erlauben in Verbindung mit der Adhäsivtechnik eine zuverlässige medizinische und ästhetische Therapie im Frontzahnbereich. Sie bieten in vielen Fällen eine substanzschonende Alternative zur kompletten Überkronung. Der Kurs vermittelt praxisorientiert die Möglichkeiten und Limitationen von Veneers. Zahlreiche Step-by-Step-Falldokumentationen stellen die Behandlungssystematik verschiedener Veneertypen im Detail dar.
Prof. Dr. Daniel Edelhoff
Die Definition des Behandlungsziels durch ein Wax-up ermöglicht einen besonders ökonomischen Abtrag gesunder Zahnhartsubstanz. Moderne zahnfarbene Restaurationsmaterialien erfordern werkstoffgerechte Präparationsgeometrien, die heute in neuen Schleifkörper-Sets verwirklicht sind. Die Einführung von Adhäsivbrücken und Implantaten hat wesentlich zum Zahnhartsubstanzerhalt an potenziellen Pfeilerzähnen beigetragen. Im Kurs wird ein einfach umzusetzendes Konzept für die moderne Praxis präsentiert.
Prof. Dr. Andreas Braun
Im Rahmen der Parodontitistherapie ist die Systematik der Behandlungsabläufe Grundlage für eine effiziente und zielgerichtete Therapie. Das „Aachen Periodontal Treatment Concept (APTC)“ basiert auf international etablierten Therapieabschnitten von der subgingivalen Reinigung über die nicht-chirurgische und chirurgische Therapie bis zur risikobasierten Nachsorge. Dabei werden verschiedene Behandlungsansätze synergistisch aufeinander abgestimmt, um die Prognose des Therapieerfolgs zu optimieren. Der Kurs vermittelt eine effiziente Systematik in der Parodontitistherapie unter Einbezug individueller und innovativer Behandlungsansätze.
Prof. Dr. Henrik Dommisch
Endo-Paro-Läsionen erfordern komplexe Behandlungsstrategien, um eine Rehabilitation der parodontalen Gewebe zu erreichen. Der Zahnerhalt bei fortgeschrittenem Attachmentverlust ist immer eine große Herausforderung. Diese wird umso größer, wenn sich die Entzündung vom oder in den endodontischen Komplex ausbreitet. Fortschritte in Endodontologie und Parodontologie haben neue Wege für Behandlungsstrategien eröffnet, die helfen können, diese stark gefährdeten Zähne zu retten. Der Kurs stellt Strategien zur Therapie unterschiedlicher Arten von Endo-Paro-Läsionen vor. Das therapeutische Vorgehen wird anhand zahlreicher klinischer Fälle demonstriert.
PD Dr. Matthias Widbiller
Wenn auch die überwiegende Mehrzahl endodontischer Primärbehandlungen erfolgreich verläuft, können sich im Rahmen der Nachkontrollen persistierende oder neu entstandene Entzündungen zeigen, die eine endodontische Revisionsbehandlung notwendig machen. Die Diagnostik, Planung und Durchführung stellen jedoch häufig eine Herausforderung dar. Der Kurs vermittelt den Teilnehmenden die Indikation zur Revision sicherstellen zu können, die Prognose der Behandlung zuverlässig beurteilen zu können sowie verschiedene Wurzelfüllmaterialien entfernen zu können.
Dr. Dr. Andrea Grandoch
Aufgrund des demographischen Wandels ist die Zahl der älteren multimorbiden Patient/-innen mit einem gesteigerten Risiko für vielfältige, potentiell lebensbedrohliche Komplikationen während der zahnärztlichen Behandlung in den letzten Jahren spürbar gestiegen. So ergibt sich vor Behandlungsbeginn zur Vermeidung von Komplikationen die dringliche Notwendigkeit einer sorgfältigen und ausführlichen Anamnese und darüber hinaus die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung in dieser Thematik. Im Kurs werden häufige lokale und systemische Komplikationen während zahnärztlicher Behandlungen in der Praxis vorgestellt und die Teilnehmenden auf derartige Notfallsituationen durch rechtzeitiges Erkennen von Anzeichen vorbereitet. So können geeignete Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
Univ.- Prof. Dr. Stefan Wolfart
Bei der Implantatversorgung in der hochästhetischen Zone ist ein wissenschaftlich abgesichertes und klinisch valides implantologisches sowie implantatprothetisches Behandlungskonzept notwendig, um das individuell beste Therapieergebnis für unsere Patienten zu erzielen. Dabei ist der bestmögliche Implantationszeitpunkt in Kombination mit dem idealen Belastungszeitpunkt zu wählen. Hier sind die Indikationen und Kontraindikationen für eine Sofortimplantation, verzögerte Sofortimplantation und Spätimplantation gegeneinander abzuwägen. Weitere wichtige Fragestellungen sind das richtige Patientenalter für die Implantation, das zu verwendende Restaurationsmaterial und die Art der Befestigung (verschraubt versus zementiert). Anhand dieser Punkte wird ein Gesamtkonzept erarbeitet und anhand vieler Patientenbeispielen im Detail erläutert. Ziel des Kurses ist es, den Teilnehmenden ein wissenschaftlich fundiertes, klinisch orientiertes und auf den individuellen Patienten zugeschnittenes Therapiekonzept zu vermitteln.
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