ABSTRACTS

Mobirise

Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Kramer

Zahnärztliche Chirurgie beim onkologischen Patienten

Neben den langjährig etablierten, klassischen Therapiekonzepten von Tumorerkrankungen mittels Chirurgie, Bestrahlung und Chemotherapie haben sich in den letzten Jahren für viele Tumorentitäten neue, personalisierte Therapien mit immunonkologisch wirksamen Antikörpern oder smart molecules etabliert, die möglichst selektiv und nebenwirkungsarm tumorbiologisch prognoserelevante Targets inaktivieren und das Überleben betroffener Patienten signifikant verbessern können. Aus zahnmedizinischer Sicht ist jedoch zu bedenken, dass viele dieser neuen Substanzen mit negativen Auswirkungen auf die Mundgesundheit verbunden sind und sich die Komplikationswahrscheinlichkeit nach invasiven Maßnahmen erhöhen kann.
Gegenstand des Vortrags ist eine praxisnahe Aufarbeitung des aktuellen Kenntnisstandes zum zahnmedizinischen Management des onkologischen Patienten. Die Bedeutung neuer, immunonkologischer Therapiekonzepte hinsichtlich ihres Indikationsspektrums, ihrer Wirkweise und besonders ihrer Relevanz für die zahnärztliche Prophylaxe und Therapie wird hervorgehoben. Ziel des Vortrags ist ein verbessertes Verständnis für die besonderen Bedürfnisse des onkologischen Patienten in der Zahnmedizin. 

Mobirise

Dr. Dr. Andrea Grandoch

Einsatz der MRT in der Zahnmedizin – ein Überblick über den Status quo

Der Vortrag bietet einen Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Stand der MRT als strahlungsfreie dreidimensionale diagnostische Darstellungsmöglichkeit des Gesichtsschädels. Es werden eigene Untersuchungen zur aktuellen und zukünftigen Bedeutung der MRT in der Zahnmedizin und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie im Vergleich zur heute immer noch als Goldstandard geltenden digitalen Volumentomographie vorgestellt. Zwar eignet sich die DVT hervorragend für die Darstellung von Hartgewebe, jedoch werden die benachbarten Weichgewebe nicht oder nicht adäquat durch ionisierende Strahlung abgebildet. Die MRT ist demgegenüber seit ihrer Einführung in die Medizin eines der wichtigsten bildgebenden diagnostischen Verfahren auf dem Gebiet der Weichteildarstellung geworden. Unschlagbarer Vorteil ist hierbei der Verzicht auf ionisierende Strahlung. In diesem Vortrag werden insbesondere die Weiterentwicklung der MRT zur Diagnostik in der Implantatchirurgie, der konservierenden Zahnheilkunde und der Kieferorthopädie bei der dreidimensionalen Darstellung von Strukturen des Gesichtsschädels eingehend erörtert. Ebenfalls werden die diagnostische Qualität sowie die Limitationen der DVT und MRT im gegenseitigen Vergleich beleuchtet. Abschließend wird kritisch diskutiert, ob die MRT zukünftig als eine nicht invasive Alternative zu röntgenbasierten dreidimensionalen Schnittbildverfahren wie der Computertomographie (CT) und der digitalen Volumentomographie (DVT) gelten kann.

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Prof. Dr. Till Dammaschke

Staying alive – die Vitalerhaltung der Pulpa

Voraussetzung für die Vitalerhaltung sind Entzündungsfreiheit des Pulpagewebes, Blutstillung, Schutz vor Mikroorganismen und eine bakteriendichte Deckfüllung in der gleichen Sitzung. Kalziumsilikatzemente stellen als Überkappungsmittel eine gute Alternative zu Kalziumhydroxid dar. Neben der direkten Überkappung bei reversibler Pulpitis kann die Pulpotomie als valide Behandlungsoption bei irreversibler Pulpitis angesehen werden und kommt als Alternative zur Vitalexstirpation durchaus in Frage. Bei korrekter Indikationsstellung und Beachtung der im Vortrag vorgestellten Therapieschritte sind Erfolgsraten bei der Vitalerhaltung von ca. 80 % durchaus realistisch.

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Dr. Ralf Schlichting

Die Aufbereitung komplexer Wurzelkanalsysteme

Eine umfassende chemomechanische Reinigung bakteriell infizierter Wurzelkanalsysteme ist einer der wichtigsten Schritte jeder endodontischen Therapie. Komplexe Kanalsysteme stellen uns Behandelnden dabei oft vor besondere Herausforderungen. In diesem Vortrag werden Strategien und Techniken vermittelt, um die Behandlung solcher Kanalsysteme vorhersagbar und stressfrei durchführen zu können.

Mobirise

Prof. Dr. Mauro Marincola

Definition von Kurzimplantate – Möglichkeiten und Voraussetzungen für den Erfolg von Kurzimplantate

Kurze Implantate sind nicht gleich Kurzimplantate. Sie erfahren in diesem Vortrag, auf welche Eigenschaften bei Implantaten Sie außer der Länge unbedingt achten sollten. Allgemeine Vorurteile zu kurzen Implantaten sollen abgebaut werden, um sie sinnvoll und indikationsbezogen einsetzen zu können.

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Univ.-Prof. Dr. Andreas Braun

Laser in der Endodontie – Keimreduktion im Wurzelkanal

Bei der systematischen endodontischen Therapie kommt der chemomechanischen Wurzelkanalaufbereitung eine zentrale Bedeutung zu. Über 95% der Mikroorganismen können dabei im Kanalsystem eliminiert werden, wobei es bisher in der Regel allerdings nicht möglich ist, eine vollständige Keimfreiheit im Wurzelkanal zu erzielen. Durch die Verwendung von Spüllösungen wie Natriumhypochlorit (NaOCl), Chlorhexidindigluconat (CHX) und Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) kann die Menge im Kanalsystem vorhandener Bakterien effektiv reduziert werden, wobei die Wirkung der Desinfektionslösungen allerdings durch deren Penetrationsvermögen im Wurzeldentin limitiert ist. Energiereiches Licht in Form von Laserstrahlung ist in der Lage, tiefer in das Hartgewebe einzudringen und auch in diesen Gewebeabschnitten eine Keimabtötung zu bewirken. Auf diese Weise können auch endodontische Problemkeime wie Enterococcus faecalis effektiv aus Wurzelkanalsystemen entfernt werden. Zudem werden Effekte der Photobiostimulation durch das Einwirken energiereichen Lichts bei der Ausheilung periapikaler Läsionen diskutiert.

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Dr. Daniel Weber

Initialtherapie der CMD mit Aufbissbehelfen – Schienenkonzepte im Praxisalltag

Als temporäre und reversibel einsetzbare Behelfe haben Okklusionsschienen zur palliativen und kurativen Therapie der craniomandibulären Dysfunktion (CMD) ein weites Indikationsspektrum. Sie gelten als zahnmedizinische Standardbehandlung. Eine „Standardschiene“ gibt es jedoch nicht! Abgesehen von einem möglichen Placeboeffekt ist die therapeutische Wirksamkeit von der korrekten diagnosebezogenen Indikation, der Qualität der technischen Ausführung und der entsprechenden okklusalen Adjustierung abhängig. Vor Beginn einer Aufbissschienentherapie müssen entsprechende Festlegungen getroffen werden: Welcher Schienentyp ist indiziert? Welche Kieferrelation soll stabilisiert werden? Ist eine Aufbissschiene im Ober- oder Unterkiefer besser? Aus welchem Material soll die Schiene gefertigt werden? Wie lange und wann darf/muss eine Schiene getragen werden? Die gängigen praxisrelevanten Schienenkonzepte werden mit Indikationsspektrum und Anwendungsbereich präsentiert. Therapeutisch sinnvolle flankierende Maßnahmen werden zur Komplettierung eines problemorientierten initialtherapeutischen Behandlungskonzeptes vorgestellt.

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